Seite wählen

Stör

Acipenser spp.

    • Weltweit
      Aquakultur: Kreislaufanlagen
    • Weltweit
      Aquakultur: Teichanlagen, Durchflussanlagen
    • Weltweit
      Wildfang

    Biologie

    Mit einem stammesgeschichtlichen Alter von über 250 Millionen Jahren gehören die Störe zu den urtümlichsten Wirbeltieren unseres Planeten. Insgesamt gibt es 25 Arten in der Familie der Eigentlichen Störe (Acipenseridae). Alle Störarten kommen nur auf der Nordhalbkugel vor. Sie sind in den Flüssen, Seen und Meeren Europas, Asiens und Nordamerikas beheimatet. Sie gehören zu den größten Süßwasserfischen der Erde. So war der größte bekannte Europäische Hausen oder Belugastör nicht weniger als 8,5 Meter lang und hatte ein Gewicht von etwa 1.300 Kilogramm. Das Riesenexemplar soll über 100 Jahre alt gewesen sein.

    Wildfang

    Auf der Roten Liste der IUCN werden 22 Störarten geführt, davon 14 als “vom Aussterben bedroht” und eine weitere als „stark bedroht“. Der Handel sowie die Zerstörung ihrer Lebensräume stellen eine starke Bedrohung der Störbestände dar. Durch ihr langsames Wachstum und ihre spät eintretende Fortpflanzungsfähigkeit verjüngen sich ihre Bestände nur sehr langsam. Störe werden vor allem für ihren Kaviar, aber auch für ihr Fleisch gefangen; dies erfolgt oft illegal. Zwei Störarten, der Europäische Stör und der Kurznasenstör, stehen auf Anhang I der Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) und dürfen daher nicht grenzüberschreitend gehandelt werden. Die restlichen Störarten stehen auf CITES-Anhang II und dürfen daher nur mit einer Ausfuhrgenehmigung international gehandelt werden.

    Zucht

    Die Zucht mehrerer Störarten in Aquakultur macht inzwischen den Großteil des weltweit gehandelten Störs aus. Die Produktion ist hauptsächlich auf Kaviar ausgerichtet, in einigen Ländern wird jedoch auch das Fleisch des Störs gegessen. In Nordwesteuropa findet die Produktion überwiegend in geschlossenen Kreislaufsystemen statt, im restlichen Europa sind Teichanlagen und Durchflusssysteme verbreitet. Aufgrund der hohen Lebenserwartung wird viel Futter und damit viel Fischmehl- und öl für die lange Aufzucht der Störe benötigt, wodurch die Wildfischbestände zusätzlich belastet werden.

    Pin It on Pinterest