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Granatbarsch, Kaiserbarsch, Atlantischer Sägebauch

Hoplostethus atlanticus

    • *MSC label
      Fischereien
    • Südwestpazifik FAO 81: Neuseeland
      Wildfang: Grundschleppnetze

    Biologie

    Der Granatbarsch (Hoplostethus atlanticus) oder Kaiserbarsch gehört zur Familie der Sägebäuche und lebt in allen Weltmeeren im Bereich des Kontinentalschelfs oder an Seebergen. Er kann bis zu 149 Jahre alt werden und erreicht sein fortpflanzungsfähiges Alter erst mit etwa 40 Jahren. Damit ist der Granatbarsch eine der langlebigsten bekannten Fischarten. Zum Laichen bildet er in der Tiefsee enge Zusammenschlüsse. Durch sein langsames Wachstum in Kombination mit der späten Geschlechtsreife und der nur sporadischen Fortpflanzung sowie der geringen Anzahl an Nachkommen ist der Granatbarsch extrem empfindlich für jede Fischerei.

    Bestandssituation

    Die Datenlage für die neuseeländischen Granatbarschbestände ist gut, allerdings sind fast alle Bestandsbewertungen der verschiedenen Bestände älter als drei Jahre. Insgesamt ist die Datenlage unzureichend.

    Auswirkungen auf das Ökosystem

    Die neuseeländische Grundschleppnetzfischerei auf Granatbarsch hat nur geringe Auswirkungen auf Wale, Delfine und Seevögel. Andererseits gibt es Beifänge von Tiefseehaien und -rochen sowie Korallen. Die Rückwurfrate beträgt etwa 6 Prozent, sie kann nach neuen Befunden allerdings auch höher liegen. Nur wenige der zurückgeworfenen Tiere überleben. Durch die langfristige, oft irreversible Zerstörung des Meeresbodens und der darauf lebenden empfindlichen Organismen und Gemeinschaften, wie Korallen, Schwämme und biogene Riffe, schädigt die Grundschleppnetzfischerei das gesamte Ökosystem. Seeberge stellen für viele Arten einen unersetzlichen Lebensraum im offenen Ozean dar und beherbergen ein Ökosysteme, die jede Fischerei gegenüber äußerst empfindlich reagieren.

    Management

    Die Granatbarschfischerei unterliegt dem neuseeländischen Fangquotensystem, in dem jährlich die höchstzulässige Fangmenge für jeden Bestand festgesetzt wird. Das Management wird als teilweise effektiv bewertet. Es sind zwar einige Meeresschutzgebiete eingerichtet, für einen ausreichenden Schutz gefährdeter und geschützter Arten und Lebensräume müssten jedoch weitere Maßnahmen ergriffen werden.

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